Kerstin Erbe: Wie werden nachhaltige Produkte zum Mainstream?
Shownotes
Kerstin Erbe ist als Geschäftsführerin bei dm-drogerie markt für das Ressort Produktmanagement und Nachhaltigkeit verantwortlich. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt sie, warum dm Nachhaltigkeit nicht als Zusatzaufgabe, sondern als Frage der Zukunftsfähigkeit versteht. Ihr Ansatz: Wirtschaftlicher Erfolg entsteht dann, wenn ökologische Verantwortung, soziale Aspekte und Innovation zusammengedacht werden.
dm entwickelt und vertreibt ein breites Sortiment an Eigenmarken und arbeitet kontinuierlich daran, Produkte nachhaltiger zu gestalten – von nachwachsenden Rohstoffen und Recyclingmaterialien bis hin zu ressourcenschonenden Verpackungen. Erbe zeigt, wie Nachhaltigkeit in Produktentwicklung und Sortimentsgestaltung integriert wird, welche Herausforderungen neue regulatorische Anforderungen wie die EmpCo-Richtlinie mit sich bringen und warum Kund:innen nachhaltige Produkte vor allem dann wählen, wenn sie zugleich wirksam, hochwertig und erschwinglich sind.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können Unternehmen nachhaltigen Konsum fördern, ohne zu bevormunden – und wie gelingt es, ökologische Verantwortung, wirtschaftlichen Erfolg und die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden miteinander zu verbinden?
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00:00:00: In Grad Global, dem Podcast der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima sprechen Menschen mit Ideen für eine gerechte und klimafreundliche Zukunft.
00:00:09: Denn Entwicklung und Klima müssen wir zusammen denken – und dort handeln, wo es am dringendsten ist!
00:00:22: Hallo und herzlich Willkommen!
00:00:24: Mein Name is Anja Bakaus Und in Grad Global den Podcast der stiftungen Allianze für Entwicklung & Klima spreche ich mit Menschen die Ideen und Vision haben.
00:00:35: Heute gehen wir gemeinsam in ein Unternehmen, das alle kennen.
00:00:40: Nämlich die Drogeriemarkt-Kette DM.
00:00:44: In meinem Umfeld als Vorzeigeladen für angenehmes Einkaufen.
00:00:47: Ich habe bei mir im Viertel das Gefühl, die Leute verbringen ihren Samstag einfach mal bei DM weil es so schön ist!
00:00:53: Kerstin Erbe ist seit August zwei tausendsechzehn als Geschäftsführerin bei DM für das Resort Produktmanagement zuständig, dass die DM Marken entwickelt und auch für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich.
00:01:05: Interessant, dass bei DM diese beiden Bereiche auch zusammen gedacht werden und bei ihnen auch eigentlich zusammenkommen.
00:01:13: sie verantworten außerdem in der Region Hessen und Niedersachsen zweihundert seventy DM Märkte.
00:01:17: also man kann sagen kerstin erbe hat eine große Wirkkraft innerhalb des Unternehmens Wie sie die nutzt, um das Unternehmen auf den richtigen Klimafahrt zu bringen.
00:01:26: Darüber spreche ich jetzt mit ihr Hall und herzlich willkommen grad Globalfrau Erbe!
00:01:31: Ja hallo herzlichen Willkommen.
00:01:32: vielen Dank für die Einladung.
00:01:35: Sie sind seit Jahrzehntein als Geschäftsführerin im Einsatz.
00:01:38: Wann wurde Ihnen klar dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für DM ist?
00:01:43: Es ist tatsächlich passiert in meiner Einarbeitung.
00:01:47: Ich war bei einem unserer Partner, die für uns Balea durchstehende und flüssig seifen produzieren.
00:01:53: Und stand also vor so einer Heißspiellein und sah all diese Flaschen auf mich zu ruckeln.
00:02:01: Und dachte nur wow!
00:02:03: Wenn es dir gelingt diese Produkte nachhaltig zu machen?
00:02:07: Dann hast du wirklich Impact.
00:02:09: Und Balea ist nur eine Mark unserer achtundzwanzig Marken plus vier Kooperationsmarken.
00:02:14: Also wir haben wirklich ein großes, großes Portfolio und wenn es da gelingt wirklich in den Basisprodukten den Unterschied zu machen dann erzielt das wirklich große Wirkung denn das sind Produkte die wir alle im tagtäglichen Leben verwenden In jedem Badezimmer, wie Sie sagen.
00:02:34: Und deswegen war es mir auch wichtig jetzt nicht in die Ögonische zu gehen sondern wirklich an der Basis anzufangen und zu gucken was können wir da machen?
00:02:43: Als sie dann diesen Moment hatten also ich stelle mir das gerade vor wie sie vor dieser großen Produktpalette stehen und sich darüber Gedanken machen wie schön das wäre dass das alles nachhaltig aufgesetzt wird.
00:02:54: Woher kam denn dieser Gedanken?
00:02:56: Geht es darum, dass das auch eine Frage der Zukunftsfähigkeit ist für das Unternehmen?
00:03:01: Absolut.
00:03:03: Wir haben als wir über das Thema Nachhaltigkeit diskutiert haben entschieden, dass wir mehr über die Zukunftsfähigkeit sprechen wollen weil Menschen wenn man nachhaltig sagt sofort associieren oh Gott schwierig.
00:03:17: zurück So ein bisschen Yuto und Plastik damals, Birkenstocks.
00:03:22: Aber auch so ein bisschen müffelig und überhaupt nicht sexy, überhaupt nicht cool, überhaupt nach vorne in die Zukunft gerichtet.
00:03:28: Und dann haben wir gesagt Nachhaltigkeit das hat doch damit zu tun Wie arbeiten wie leben wir als Menschen miteinander?
00:03:35: Also die soziale Komponente Miteinander füreinander nennen wir das im Unternehmen.
00:03:41: Dann haben wir jetzt gesagt Wir schöpfen ja aus dem Reichtum der Natur unsere Produkte zum Beispiel herzustellen.
00:03:48: Und wie sinnvoll kann es denn sein, die Natur dabei zu zerstören?
00:03:51: Also geht es doch darum aus der Natur zu schöpfen aber auch der Natur wieder zurückzugeben was wir schöpften.
00:03:58: und die dritte Komponente war halt die das wir gesagt haben Wir sind Menschen Freiheitsfähig und wir sind Menschen, die sich entwickeln wollen.
00:04:07: Jeder Mensch möchte sich entwickelnden.
00:04:09: Und dieses Thema Entwicklung und Fortschritt ist natürlich auch etwas was in dem Wort Zukunftsfähigkeit mitschwingt.
00:04:15: So haben wir damals unser Windrad der Zukunftsfähigkeit generiert Und haben gesagt, so wollen wir eigentlich auf Entscheidungen blicken.
00:04:21: Dass wir sagen was bedeutet das für unser Mieter einander füreinander?
00:04:24: Was bedeutet das die Natur?
00:04:25: Was aber auch für Innovation und Fortschritt?
00:04:29: So wollen wir unsere Paletten, unsere Produkte unserer Leistungsangebote immer weiterentwickeln indem wir immer besser werden in diesen drei Dimensionen.
00:04:38: Der wirtschaftliche Erfolg ist nur das Ergebnis daraus.
00:04:43: Jetzt haben Sie gerade so wunderbar den Menschen auch in den Fokus gerückt.
00:04:46: Also sie sagen am Ende geht es um den Menschen und wir alle wissen auch, dass keine Transformation ohne den Mensch funktioniert und leider ist das aber oft der Punkt wo's hapert weil wir müssen ja alle mitnehmen auf dem Weg dahin.
00:05:00: ich habe hiermit vielen Unternehmerinnen und Unternehmern gesprochen und das ist eine große Herausforderung bei den Mitarbeitenden auch bei den Kunden.
00:05:08: Aber vielleicht fangen wir erstmal bei den Mitarbeitenden an, Frau Erbe.
00:05:10: Wie schaffen Sie es denn innerhalb des Unternehmens das Thema Nachhaltigkeit auch so zu präsentieren, dass alle auch den Sinn darin sehen und gerne mitmachen?
00:05:23: Wir erleben, dass sich gerade Menschen auch mit DM verbinden die diese Werte in Sicht tragen.
00:05:31: Also wir erleben wie Menschen gern Teil der Arbeitsgemeinschaft wollen.
00:05:35: Die sagen mir, es ist wichtig, dass wir zukunftsfähig handeln.
00:05:39: Dass im Sinne unserer Kinder agieren.
00:05:43: Dass wir Natur nicht zerstören sondern sie erhalten, dass Wir Biodiversität erhalten und Klimaschutz betreiben.
00:05:51: Deswegen habe ich eben über die Menschen gesprochen.
00:05:54: Wir Menschen wollen uns ja entwickeln.
00:05:58: Wir können denken Und wir können denken im Sinne, dass wir sagen was macht denn Sinn?
00:06:05: Und Sinn entwickeln wir aus dem, was uns wichtig ist.
00:06:08: Was uns wertvoll ist.
00:06:10: Uns allen ist wertvoll das wir für unsere Kinder eine Welt schaffen in der die Kinder gut leben können.
00:06:16: und wenn ich diesen Sinn erkenne welchen Sinn kann es dann machen?
00:06:23: ja wenn ich Handlungen habe die die Umwelt zerstören.
00:06:26: und deswegen ist es ganz ganz wichtig dass wir natürlich sagen ökologisch zu agieren, möglichst nachhaltig zu agierend im sozialen Miteinander gutzuergieren.
00:06:36: Und damit ist es dann eben auch implizit in der Kultur und unserem Wertesystem.
00:06:42: Daran richten wir unser Handeln raus.
00:06:44: Deswegen das ist nicht so dass wir das von oben verordnen oder dass ich das kommuniziere.
00:06:51: Es ist etwas was für uns in der Arbeitsgemeinschaft total Sinn macht weil unsere Werte entsprechend sind und wir daran ja unseren Sinn orientieren Und entsprechend rechnen, weil dann natürlich auch aus was wir tun.
00:07:04: Wie behandeln?
00:07:05: Das heißt ich höre daraus das ist schon so eine Art Grundvoraussetzung oder dass es so in der DNA, dass die Mitarbeitenden das auch ganz selbstverständlich alles mitleben.
00:07:16: Wir sind natürlich alle individuell und sie haben gesagt also die Gesellschaft sieht natürlich sehr heterogen auf das Thema und die gleiche Heterogenität haben wir auch intern.
00:07:25: Das ist auch klar, weil es kommen ganz unterschiedliche Menschen zu uns.
00:07:29: Sei das Kunden aber natürlich auch bei den Mitarbeitern.
00:07:32: Aber wenn wir sagen als Unternehmen Wir wollen unser Handeln nicht am kurzfristigen Erfolg ausrichten sondern an dem langfristigen Erfolg in dem wir als Arbeitsgemeinschaft immer wieder sinnvolle Lösungen für unsere Kundinnen und Kunden entwickeln, in denen wir als Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsplattformen sind für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiter.
00:07:54: Also dieses langfristigen wir sehr partnerschaftlich mit unseren Partnern eben die Zukunft entwickeln dann kommen sie unausweichlich zur Frage wie ihm macht das Sinn?
00:08:04: oder es macht nur Sinn wenn es nachhaltig ist?
00:08:07: Und in diesen Diskussionen entsteht natürlich auch eine Haltung, die den nachhaltige Orientierung ergibt Und die dann eben auch das entsprechende Handeln ergibt.
00:08:17: Wie gesagt, das kann man nicht befehlen und anweisen sondern das entsteht einfach in der Auseinandersetzung mit den Themen und indem man den Schwerpunkt auf diese Themen setzt und sagt wie blicken wir denn drauf?
00:08:31: Was bedeutet das im Sinne der Nachhaltigkeit?
00:08:35: Bevor ich jetzt auf die Kunden zu sprechen komme, was ich auch nochmal ganz spannend finde würde ich aber gerne einmal erst mal abbilden welche Produkte DM eigentlich in dem Zusammenhang aufstellt oder wie sie gerade in welchen Prozesse sich gerade befinden.
00:08:49: DM spricht von verantwortungsvoller Sortimentgestaltung und will also den Anteil nachhaltiger Produkte kontinuierlich steigern.
00:08:57: Wie definieren Sie?
00:08:58: intern was ein nachhaltiges Produkt ist?
00:09:02: Das ist super schwierig, das kann ich direkt sagen.
00:09:05: Wir haben sehr viel auch mit NGOs gearbeitet um zu schauen wie können wir das eigentlich eingrenzen und ich sage mal noch viel schwieriger wird es natürlich durch die MQ.
00:09:15: da wird's jetzt nochmal komplexer in die Empowerment Richtlinie weil natürlich wer da auch nochmal nicht klar beschrieben ist was ist denn jetzt wirklich Nachhaltig.
00:09:27: Also wenn wir das kurz erklären, Frau Erbe bevor wir weitermachen also die Empowering Consumers Direktive der EU hatten wir auch hier schon mal ein Podcast zu.
00:09:34: bedeutet alt im Grunde oder verschärft sage ich mal die Anforderungen an Begrifflichkeiten oder Aussagen wie klimaneutral nachhaltig?
00:09:42: Es braucht belastbare Nachweise es brauchen klare Bezugspunkte.
00:09:45: also dass mir einmal einordnen was diese M-Co ist.
00:09:49: Die führt auch schon bei ihnen dazu dass sie klarer nochmal Überlegen, was kommunizieren Sie?
00:09:55: Also wir haben ja schon vor der MQ dieses Ziel rausgelegt, das eigentlich nachhaltig ist.
00:09:59: Und wir haben damals sehr eng zum Beispiel mit dem NABU zusammen gearbeitet um zu sagen welche Kriterien können wir denn heranziehen?
00:10:06: und wir haben uns auf folgende Kriterie geeinigt also wir haben entweder ein Hauptbestandteil des Produktes aus einem zertifiziert nachwachsenden Rohstoff.
00:10:15: Zum Beispiel in Bio-Wattepacken bei Bio Baumwolle die Zertifiziert ist.
00:10:19: Ein zweites Kriterium wäre, das Produkt besteht überwiegend aus Recyclingmaterial.
00:10:24: Zum Beispiel eine Kehrgarnitur, die zu ninety-fünf Prozent des Recylingmaterials ist, wäre auch ein nachhaltiges Produkt.
00:10:32: oder wir haben eine bestimmte Zertifizierung zum Beispiel einen blauen Engel bei einem Produkt, die anerkannt ist als Umweltsertifisierung dann haben wir Das Produkt zeichnet sich durch eine Mehrfachverwendung aus, im Gegensatz zu einer Einfachverwaltung.
00:10:49: Also zum Beispiel wenn das Produkt eine sehr gute Alternative zu einem Einwegprodukt ist dann haben wir es als nachhaltig gekennzeichnet worden.
00:10:58: Genauso wenn das Produktein in ein Nachfüllbeutel verpackt wird was in der Regel ja siebzig bis achtzig Prozent weniger Kunststoff bedeutet dann ist es für uns eben auch ein nachhaltiges Produkt, was wirklich eine Einsparung ist an Primärverpackungen.
00:11:16: Dann haben wir Produkte die Konzentrate sind also zum Beispiel feste Haseifen das sind ja Kompaktate.
00:11:25: Die haben viel viel Auswirkungen auf Transporter, auf Logistik aber auch auf CO-Emission dadurch.
00:11:33: Also diese Konzentrate darf natürlich noch nicht marktüblich sein, wie zum Beispiel bei Waschmitteln.
00:11:39: Da gibt es schon Konzentraten und haben wir das nicht als nachhaltig.
00:11:41: also wenn's eh markt üblich ist dann haben wir gesagt dass es nicht nachhaltige sondern mit wirklich neu ist und innovativ ist.
00:11:48: Und diese Komplaktate von denen ich gerade gesprochen habe die schon natürlich Wasserenergie in Transporten aber auch für Packungsmaterial.
00:11:58: Und Last but not least haben wir ja auch nochmal eben so Unsere kleine Königsklasse, unsere ProClimat-Serie, wo wir wirklich das gesamte Produkt im gesamten Produktlebenszyklus ökobilanziert haben.
00:12:11: Also vom Rohstoff bis zur Entsorgung und wo wir eben die Umweltkosten berechnen aus den... Die Investitionen, die wir dort nehmen, das rechnen wir um in CO² und monetärisieren das.
00:12:31: Und das reinvestrieren wir in Rehnaturierung.
00:12:34: Also diese Produkte haben wir auch... der Klasse nachhaltige Produkte zugeordnet.
00:12:40: Also Sie sehen schon, es wird sehr schnell sehr kleinteilig und man kann in jeder Stelle sehr gut diskutieren.
00:12:46: und eigentlich sollte das Ziel doch sein dass eine Produkte das machen und dass es weitergeht.
00:12:51: Deswegen ist es auch bewegt sich natürlich auch so die Statuzierung.
00:12:55: Ganz konkret was bedeutet das zum Beispiel für sie oder ihren Einkauf?
00:13:00: Die Menschen die dafür zuständig sind?
00:13:03: Wie können wir uns das vorstellen, wenn es zum Beispiel jetzt verschiedene Produkte gibt?
00:13:08: Wenn es Kehrbleche gibt oder wenn es Seifen.
00:13:11: Würden Sie dann setzen Sie immer erst mal die Priorität auf das umweltschonende Klimaschonendeprodukt?
00:13:17: oder wie können wir so eine Bestellung im Produktmanagement vorstellen?
00:13:21: Also uns wird das Sortiment hier in der Partneranteilung korreter bei M&B.
00:13:25: Und was dort versucht wird, ist wirklich natürlich kundenorientiert zu handeln und es kann natürlich sehr unterschiedlich sein.
00:13:32: also ich sage mal eine Kehrschaufel da kann man natürlich auch sagen dann nehmen wir jetzt einfach mal die ökologisch sinnvollere und bieten nur die an.
00:13:42: wenn sie natürlich in einer einen Renn schon Gesichtskrim gehen wird es schwieriger, weil da sind die Präferenzen natürlich sehr differenziert.
00:13:49: Und dann gibt's einfach Leute, die sagen ich möchte aber keine Naturkosmetik und deswegen bieten an diesem Stellen beides an.
00:13:56: Wir versuchen immer die nachhaltigen Alternativen anzubieten auch im direkten Vergleich und wir versuchen so gut wie möglich zu kommunizieren sodass Kunden die entsprechende Sinn von der Entscheidung treffen können.
00:14:11: Wir wollen aber nicht Menschen vorschreiben, was sie zu tun haben.
00:14:15: Also wir wollen nicht abrutschen in Storchma, dass wir sagen du musst jetzt aber?
00:14:19: Ja weil wir natürlich bei uns in den Märkten auch ein Abbild der deutschen Gesellschaft haben und wir haben Menschen die wünschen sich halt sehr ökologisch zu leben und haben da eben spezifische Präferenzen, die andere überhaupt nicht teilen.
00:14:33: Und als Hindler möchte ich ja beide mitgeben.
00:14:36: Ich möchte ja gerade denen Vielleicht noch nicht ganz so ökologisch ausgerechnet ist dazu bringen, dass es vielleicht mal probiert.
00:14:42: Weil Spaß macht und weil schön ist, weil ästhetisch ist was besser ist Und das versuchen wir halt wirklich auf die gesamte Bevölkerung Angebote zu machen, sodass jeder abgeholt wird und dass wir sozusagen die Themen vordenken im Sinne unserer Kunden.
00:14:58: Das ist eigentlich eine Art Entlastung für unsere Kundinnen und Kunden.
00:15:02: Toll wäre natürlich, also spreche ich aus meiner Perspektive wenn das Produkt nachhaltig und super gut ist.
00:15:08: Also wenn man sozusagen gar nicht auf die Alternative zurückgreifen müsste weil es ist ja trotz aller Natur- und Bio-Referenzen schon manchmal so dass ein Produkt mir fällt jetzt zum Beispiel Wimperntusche ein.
00:15:19: da denke ich dann die hält nicht solange in der Naturkosmetik Variante, dass man da auch gucken muss was kann man Marketing technisch realistisch versprechen, wenn man Bioprodukte anbietet.
00:15:34: Ja es ist immer eine Frage auch wie viel Aufklärung und wie viele Auseinandersetzungen zu einem Produkt kann man auch Kundinnen und Kunden zumuten.
00:15:42: Wenn ich jetzt das Beispiel Wimperntusche nehme natürlich sind gerade Produkte die sehr stark anhaften Es sind häufig halt mit Mikroplastikbestandteilen oder Nahensubstanzen belastet, weil natürlich diese Produkte dann besser anhaftend ist.
00:16:00: Auch ein Thema zum Beispiel beim Sonnenschutz gewesen.
00:16:02: Ich weiß noch was wir Riesen-Herausforderungen hatten Also Substanzen, die eben nahe auch von Mikroplastik waren.
00:16:11: Also kein Fist des Plastiks, sondern die eben auch in diese Richtung ging.
00:16:15: und als wir das alles raus formuliert haben, haben wir gerade bei Produkten, die halt eigentlich anhaften sollen auf der Haut Riesenherausforderungen gehabt.
00:16:23: Es ist also häufig lösbar über die Zeit und ich meine auch die nachhaltigen Produkte sind mittlerweile praktisch nie schlechter.
00:16:31: Aber es gibt ganz kleine Bereiche, wo man manchmal noch diese Vorteile hat und das ist auch eine Frage der Zeit bis es gedingt auch hier in der Refonierung weiterzukommen.
00:16:40: aber es ist halt nicht immer so ganz einfach weil diese Substanzen einen Zweck haben.
00:16:46: Würden Sie denn sagen Es gibt da Konflikte oder also Zielkonflikte zwischen eben dem der Wirksamkeit den Preis der Skalierbarkeit bei Nachhaltigkeitsprodukten oder nachhaltigen Produkten?
00:16:58: Also unser Anspruch ist immer hoch wirksame Produkte, erschwinglich in einer sehr hohen Qualität und nachhaltig anzubieten.
00:17:05: Das ist unser Anspruch!
00:17:07: Das ist halt die eierlegende Wollmilchsau.
00:17:08: Genau
00:17:10: aber es funktioniert sehr gut.
00:17:11: Es funktioniert.
00:17:12: Nehmen wir Bio.
00:17:15: Wir hatten Zeiten in der Kreine Krise da war unser Biomeen günstiger als das Aldi konventionell.
00:17:24: Stimmt ja Ja, kann ich mich erinnern.
00:17:27: Und wir versuchen halt wirklich... unsere Maxime ist nicht so teuer wie möglich anzubieten sondern immer so günstig wie möglich Anzubieten und idealerweise natürlich in einer sehr guten Qualität weil das die Grund voraussetzt sind Die Kunden kaufen bei uns Produkte damit sie wirken Weil sich die Wirksamkeit wünschen und dann also erschwinglich und nachhaltig.
00:17:48: Ich muss sagen Ich habe mir erzählen lassen, so in der Anfangszeit an Naturkosmetik zum Teil war das natürlich schon ein bisschen Zumutung.
00:17:56: Ja heute sind das hochwegsame Produkte die einfach wirklich top sind auch von der Konsistenz ja von den ganzen galenischen Verhalten des Produktes und sehr wirksam.
00:18:10: Es gibt kleine Bereiche, wenn man in Sonnenschutz schaut.
00:18:13: Das hat damit zu tun.
00:18:15: chemische Anhaftung und chemische Lichtschutzfaktoren, die wir nicht verwenden sind Alternativen.
00:18:23: Die haben vor- und nachteile.
00:18:26: Sie profitieren dann auch von der Forschung?
00:18:30: Gerade im chemischen Bereich ... Das ist für sie wahnsinnig wichtig!
00:18:39: Wir leben von der Innovation.
00:18:40: Ich hoffe, Sie nehmen das auch so wahr.
00:18:42: Wir versuchen immer wirklich, tropinnovativ zu breien und die Innovation direkt in den Mainstreams zu bringen, sodass man bei uns unter den EM-Marken hoch wirksame, hoch innovative Workstoffe sehr frühzeitig findet und bezahlbar ist.
00:18:58: Dafür lieben unsere Kundinnen und Kunden.
00:19:00: Das Gleiche gilt für die Nachhaltigkeit.
00:19:03: Kein Mensch kommt ... vorrangig zu um Nachhaltigkeit zu kaufen.
00:19:08: Alle kaufen Produkte.
00:19:10: Also sie kaufen eigentlich nebenbei nachhaltige Produkte, weil die gut sind?
00:19:13: Weil
00:19:14: sie gut sind und das ist für die Kunden... also ich nehme immer das Beispiel Geschirrspielmittel.
00:19:20: Ja, Geschirrspielmitteln beschäftigt sich der Kunde am Regal.
00:19:25: so fünf bis sieben Sekunden glaube ich, um sich zu orientieren, um die Auszahl zu treffen.
00:19:29: Fünf bis sieven Sekunden.
00:19:31: Wie viel Informationen können Sie in dieser Zeit wahrnehmen?
00:19:34: Wie viele Informationen können sie verarbeiten.
00:19:36: Das ist sehr wenig!
00:19:38: Und das sagen uns auch die Kundinnen und Kunden, also ihr müsst es machen, DM.
00:19:42: Ja, das können wir gar nicht.
00:19:43: Also aber was nicht durchdringen in die Tiefe der Produkte – und B, ehrlich gesagt habe ich etwas anderes zu tun als für jedes Produkt dass sich kaufende Doktorarbeit zu machen.
00:19:54: Und diese Form der Entlastung ist quasi Teil unserer Korratierungsleistung dass wir uns Gedanken machen, wie mache ich denn dieses Produkt möglichst nachhaltig?
00:20:05: Immer in diesem Dreiklang aus Wirksamkeit, Qualität, Erschwinglichkeit und Nachhaltigkeit.
00:20:11: Und wie mache es attraktiv aber gleichzeitig eben auch so, dass es eben auch gut ist oder besser ist für die Umwelt als Kommissionärs.
00:20:18: Das wird permanent weiterentwickeln.
00:20:21: Wenn Sie sagen fünf Sekunden bis man die Entscheidung trifft, ist das dann schon so, sie sichtbar zu machen, dass ein Produkt nachhaltiger ist?
00:20:29: Wenn wir jetzt davorstehen, man hat fünf Produkte.
00:20:31: Das ist schon irgendwo hervorsticht in davon.
00:20:34: das nachhaltige Produkt?
00:20:36: Muss ja und ich sage jetzt nur MQ Stichwort MQ.
00:20:40: also sie haben fünf Sekunden aber Farbe grünes problematisch Sie geliesst kein Mensch.
00:20:48: Also es ist schon herausfordernd.
00:20:51: Es ist auch nicht alles immer nur besser wenn man so macht
00:20:58: Ja, okay.
00:20:59: Also das heißt also wie Sie eben sagten es soll keine Hemmschwelle geben sondern Kunden sollen sich dafür entscheiden.
00:21:07: weil sie Emco angesprochen haben wir hatten hier eine Folge dazu mit der Klimajuristin Ina Kams und das war total interessant weil die sagte Es bestehen natürlich die Gefahr dass Unternehmen jetzt lieber ganz darauf verzichten nämlich für ihren Einsatz im Klimaschutz zu werben Und das eben zu deklarieren selbst wenn sie eben Ziel und Ambitionen haben.
00:21:26: Wie ist das für Sie?
00:21:28: Was beobachten Sie da, Frau Erbe.
00:21:30: Also wir haben jetzt vor allen Dingen mit der Unschärfe der NCO gerungen und das ist auch nach wie vor so.
00:21:37: Es ist leider ein Gesetz, dass sehr, sehr waage formuliert ist und es gibt ganz viele juristische Unscherfen und es sind ganz, ganz viele Sachen.
00:21:45: okay, das Label, das Sternchen an dem Label muss jetzt aber so und so aussehen oder diese und diese Worte müssen enthalten sein.
00:21:51: und wie interpretieren sie das?
00:21:54: Wenn man's falsch macht, macht man's lieber gar nicht dann.
00:21:56: Ich kenne viele Magdalena, die das tun.
00:21:58: Also wir versuchen und haben auch vieles runtergenommen weil die Unsicherheit einfach viel zu groß ist.
00:22:04: Weil sie es einfach nicht... Es gibt soviel Unklarheit!
00:22:06: Und wenn Sie das alles jetzt juristisch ausfechten wollen in den nächsten Jahren dann habe ich Teams hier nur noch damit beschäftigt sind.
00:22:15: Deswegen finde ich den Grundsatz der EMCO ja richtig.
00:22:20: also falsche Green Claim sollten natürlich unterbunden werden, die Art und Weise wie es jetzt geschieht finde ich allerdings sehr fragwürdig.
00:22:30: Weil eine maximale juristische Unsicherheit besteht, die halt dazu führen wird dass Unternehmen Grüne Claims nicht machen und damit der Kunde keine informierte Kaufentscheidung mehr führen kann.
00:22:44: Und das ist ja genau das Gegenteil eigentlich dessen was erreicht werden sollte.
00:22:48: Ja und ich habe damals auch immer in dem Vorfeld, also es gibt einerseits Greenwashing aber es gibt halt auch Greenhashing.
00:22:55: Ich fühle mich das wird halt hier an dieser Stelle passieren und wir werden jetzt einige Jahre mit juristischen Auseinandersetzungen auch sehen die nicht immer nur im Sinne der Nachhaltigkeit sind und das bedauere ich.
00:23:06: und noch hoffe natürlich dass unsere Claims jetzt auch besser geworden sind ja durch die ganze Analyse die wir gemacht haben nochmal besser Prätiser, die versuchen unser Bestes immer dort wirklich bestmöglich aufzuklären.
00:23:20: Bestmöglich zu informieren und diese Information bereitzustellen.
00:23:24: aber es ist juristisch einfach jetzt sehr vage im Moment.
00:23:28: Man kann nur hoffen dass diese Signale aus der Wirtschaft auch an die europäische Kommissionen das Europäische Parlament weitergeleitet werden weil ich glaube das besteht ja gerade wirklich überall diese Unsicherheit.
00:23:39: Ja, also es ist leider dort auch sehr große Unverständnis gestoßen.
00:23:43: Also wir haben ja zum Beispiel aufgesagt in Abverkaufsfristen sind da doch völlig unrealistisch und das Gesetz ist jetzt im März in Kraft getreten.
00:23:51: Im September soll's umgesetzt sein und es ist halt überhaupt nicht realistisch Und es ist auch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit wenn dann gute Produkte irgendwann weggeschmissen werden.
00:24:00: Ja, weil claims nicht mehr konformen sind.
00:24:02: Ich hoffe dass es nicht passiert.
00:24:03: ich hoffe bei uns wird es hoffentlich nicht so sein, weil wir sehr lange vorgearbeitet haben.
00:24:07: Aber das sind einfach Dinge, die ich glaube nicht im Sinne des Erfinders sind und die dann in der Umsetzung für Unternehmen, für alle Akteure im Markt wenig motivieren eigentlich wirklich ziegrichtet an diesen Themen zu arbeiten.
00:24:21: Was ja schade ist wie Sie meinen?
00:24:25: Die falsche Entwicklung.
00:24:28: Ist es denn so dass Kunden aktuell auch noch dieses Thema präsent haben.
00:24:34: Also wir haben viel in anderen Bereichen auch darüber gesprochen, dass dieses Thema Nachhaltigkeit auf der Agenda in den letzten zwei Jahren natürlich extrem weit nach unten gerutscht ist – aufgrund Dringlichkeiten von anderen Themen.
00:24:46: Bei Ihnen ist das ja wahrscheinlich sehr schnell nachvollziehbar, nämlich anhand der Verkaufszahlen von nachhaltigen Produkten.
00:24:51: also haben Kunden tatsächlich noch die Sensibilität dafür für die Relevanz von solchen Produkten?
00:24:59: Also wir können in so einem Verkaufssaal nicht nachvollziehen, dass dieses Thema nach unten gerutscht ist.
00:25:05: Wir haben gerade erlebt, Bio hat einen absoluten Boom in den letzten Jahren erfahren, Bio-Lebensmittel und was ich völlig nachvollziehend kann, wenn hier ein Krieg vor der Haustür steht, wenn Inflation mich plagt, wenn ich am Ende des Monats meine Rechnung nicht bezahlen kann oder auf den Nahrungsmittel einkaufen und lebe schauen muss.
00:25:28: Und da es eng ist, ich verstehe das man dann sagt, Produkte die halt nachhaltiger und teurer sind, die kann ich mir einfach nicht erlauben.
00:25:35: Das ist völlig nachvollziehbar.
00:25:37: auch dass es nicht mehr das Top-I Thema ist aber dadurch ist ja das Problem nicht weg.
00:25:42: Ja?
00:25:42: Ich glaube das ist den Menschen sehr bewusst!
00:25:45: Wir hören von unseren Kundinnen und Kunden, ja ich möchte gerne, ich kann's mich einfach nicht leisten Und deswegen versuchen wir halt Nachkantigkeit so erschwinglich wie möglich zu machen, diese Form der Entlastung zu bieten.
00:25:59: Wir hören auch wenn das alles so streng und schwierig ist.
00:26:04: Dann geh mit auf vom Hof dieses Dokma, dieses grüne Dokma wo mir alle vorschreiben was ich zu tun habe.
00:26:12: Das ist halt zu anstrengend geworden.
00:26:15: Deswegen versuchen wir es umzusetzen mit einer Leichtigkeit die Spaß macht.
00:26:20: für mich individuell Und was wir halt auch sehen, ist halt bedingt durch die gesellschaftliche Entwicklung, die wir wahrnehmen.
00:26:28: Die Art und Weise wie wir über Zukunftsfähigkeit reden hat eine andere.
00:26:32: Es ist eine selbstbezüglichere Vorgehensweise.
00:26:37: Wenn die Menschen sagen, das ist gut für mich etwas, was auch gut für die Umwelt ist, auch super ist.
00:26:45: Das finden sie toll!
00:26:46: Aber erst mal muss es gut für sich sein.
00:26:48: Deswegen sind so Claims haben sich leicht verändert, die wir machen.
00:26:53: zum Beispiel wenn ich jetzt Bio nehme.
00:26:55: Da sind dann halt auf Bio, da sind dann Klemensmittel reich und Omega-Drei weil die Menschen natürlich verstehen das ist gut für mich.
00:27:03: Das tut mir gut und auch dem Planeten und das funktioniert unheimlich gut.
00:27:07: also es ist die Perspektive die sich ein Stück weit verschoben hat.
00:27:11: weniger wir wollen die Welt retten als ich werde etwas tun was für mich gut ist und häufig ist es ja auch gut für die Umwelt.
00:27:19: Das ist wahnsinnig spannend, weil da kann man jetzt auch gesellschaftskritisch oder beziehungsweise sociologisch so interessante Gespräche zu führen.
00:27:29: Woher das kommt?
00:27:30: Natürlich dieses Individualisieren auf vielen Ebenen einfach eine ganz wichtige Rolle spielt aber bei Ihnen wirkt sich das natürlich schon gleich auch auf Marketingstrukturen oder Marketingclaims aus.
00:27:42: Wofür sie werben müssen... Ich habe jetzt mit einem Ja oder wollten Sie noch kurz was sagen?
00:27:47: Am Ende des Tages, ja wir sind Händler.
00:27:51: Und als Händlern geht es doch darum zu antizeptieren, was werden sich unsere Kunden morgen wünschen?
00:27:59: und wie erleben?
00:28:00: sie wünschten sich einfach natürlich leistungsfähige erschwingliche nachhaltige Produkte die sie entlasten, die ihren in Alltag schöner besser gesünder machen aber einfacher.
00:28:12: Und wir erleben halt, wie wir als Arbeitsgemeinschaftsunternehmen unsere Energie darauf richten sollten genau diese Lösungen vorzudenken.
00:28:20: Damit wir sie morgen wenn die Kunden und Kunden bei uns im Markt stehen, dass wir diese Lösung im Markt haben.
00:28:25: Und zeigen das es geht?
00:28:26: Es geht!
00:28:27: Das funktioniert ja.
00:28:30: Und deswegen glaube ich immer, ich wehre mich immer gegen dieses Spakat.
00:28:33: Irgendwie Nachhaltigkeit ist nicht mehr so relevant und ja wir müssen doch Gewinn machen und es geht doch alles runter?
00:28:39: Nein!
00:28:40: Es geht um jetzt wirklich erschwingliche Lösungen anzubieten die gut performen, die nachhaltig sind weil nur das macht Sinn.
00:28:48: Das kann keinen Sinn machen keine zukunftsfähigen Produkte zu haben.
00:28:52: Und es geht darum die Kunden mitzunehmen und dass im Moment ein Zeitgast der aktuellen herrscht am einfachsten, wenn wir eine gewisse Selbstbezüglichkeit dabei haben.
00:29:02: Das hat Reingut ganz gut analysiert auch wo wir wirklich ja sehen und es ist auch ein gesunder Selbstschutz den wir im Moment haben bei all diesen Multikrisen die in der Medienwelt und in Social Media sind.
00:29:14: Man sagt Mensch, wie geht's doch noch gut?
00:29:16: Und wie kann ich denn für mich mein Leben gut gestalten?
00:29:20: Und in dieser Gestaltung kann ich halt auch vieles tun, was dann wirklich wieder gut für den Planeten ist.
00:29:25: Es ist jetzt eine andere Perspektive als vielleicht vor fünf Jahren während Corona.
00:29:30: Also die viele Studien des Rheingold Instituts und Rheingsalongs haben genau das nämlich ergeben?
00:29:36: Und danach muss man sich richten.
00:29:37: noch ganz kurz, weil wir bei Grad Global schauen immer auch auf die Lieferketten.
00:29:41: Die ja nicht selten ein bisschen den globalen Süden führen.
00:29:44: Die M betont ja auch die Achtung der Menschenrechte langfristige Beziehungen.
00:29:49: Was heißt Verantwortung entlang globaler Lieferketten für sie?
00:29:52: ganz praktisch heuer?
00:29:55: Also wie sieht ja ein Unternehmen das sagt, wir blicken auf den Menschen.
00:30:00: Wenn wir den Kunden sehen, sehen wir dich den Kunden, sondern gesehen die Menschen.
00:30:05: Wir sind immer
00:30:06: wieder bei Menschen.
00:30:07: Wenn wir die Mitarbeiter sehen, sehen wir die Menschen und genauso sehen wie die Menschen entlang unserer Lieferkette.
00:30:13: Und es muss sich mir weniger Sorgen machen wenn an der Lieferkette komplett aus Deutschland sourced weil hier natürlich Rahmenbedingungen haben die einfacher sind.
00:30:21: Wenn man aber Ruhe waren hat oder Liefer ketten haben in Regionen dieses Lobos gehen wo es halt problematischer ist versuchen wir sehr genau hinzusehen welchen Risiken sind dort die Menschen?
00:30:33: ausgesetzt, ja?
00:30:34: Aus der Situation, die dort herrscht.
00:30:36: Das heißt nicht dass wir als die Endrogerie-Markt die Welt ins Sierra Leone ändern können.
00:30:42: aber wir können natürlich hinschauen wo wir waren beziehen und können sehen welche Menschen kommen denn in Kontakt mit diesen Rohwaren, die wir dort beziehen?
00:30:51: Und was können wir dort in langjähriger Partnerschaft gemeinsam mit unseren Herstellpartnern tun vor Ort damit es diesen Menschen besser geht indem faire Löhne zahlen, indem wir sehen wie wir dort an Arbeitsbedingungen in den kooperativen Bedingungen schaffen wo halt Wohlstand entstehen kann, Bildung entstehen können.
00:31:13: Wo einfach wirtschaftliche Sicherheit auch entstehen kannst.
00:31:16: und diese wirtschaftlichen Sicherheit hat ja immer sehr viel mit der sozialen Sicherheit zu tun.
00:31:22: Wir versuchen das sehr gezielt zu tun und vor allem auch risiko basiert Kakao, Kaffee also die Wohnwaren Risiken gibt und versuchen halt entweder sehr eng mit Siegeln wie Fairtrade, aber auch mit Zertifizierern wie Naturland zum Beispiel zusammenzuarbeiten oder aber ganz gezielt wirklich mit Herstellpartnern die sehr gezielt vor Ort sehr lange auf den Unterwegs sind es wir dann dort entsprechende Rahmenbedingungen schaffen können.
00:31:52: Wir engagieren uns aber auch in gemeinsamen in gemeinsamen Projekten zum Beispiel mit der GEZ, mit Niedl und Rewe zusammen.
00:32:02: Dass wir eben schauen wie können wir z.B.
00:32:06: Kaufland oder Rewe-Gruppe?
00:32:08: In einer Arbeitsgruppe da geht es um Einkommen im Kaffee Sektor.
00:32:11: also was können wir dort tun in diesem Sektors damit dort bessere Einkommen erzielt werden können?
00:32:16: das wirkt seit dem Jahr zwanzig fünfundzwanzig und wir haben eben in unruhsamen Peru dort entsprechende Projekte, die eben die Einkommens- und Lebenssituation in Produzenten verbessern sollen.
00:32:31: Also auch da wird drauf geachtet, auch im Zusammenhang mit den Zulieferern und zu Lieferfirmen dass das auch Klimaschutzmaßnahmen eingehalten werden auch im Sinne der Menschen wie sie das schon sagten weil es auch für die Menschen am Ende natürlich nachhaltiger ist
00:32:47: Absolut, also es geht da dort eben zum Beispiel um Akrofostanbau der Klima schoner ist.
00:32:52: Es geht vor allen Dingen darum sehr häufig jetzt bei diesen Themen so dass erst mal darum geht den Menschen sichere Einkommen zu garantieren.
00:33:03: denn wir erleben gerade auch in Bereichen die problematisch sind das auch dort menschen sich einfach weg orientieren dass sie sagen, dort sind keine fairen Einkommen zu erzielen.
00:33:14: Ja auch diese Menschen suchen natürlich eine wirtschaftliche Sicherheit und orientieren sich dann eher in die Stadt oder gehen in andere Bereiche, sei es das Goldschürfen in gewissen Themen.
00:33:27: Also es sind einfach andere Sektoren, die dann eben die Landwirtschaft an dieser Stelle ersetzen können.
00:33:33: Solange die Menschen in der Landwirtschaft keine sichere verlässliche Zukunft sehen werden Sie sich dort nicht engagieren Und wir versuchen natürlich entsprechend über Bildung und über entsprechende Programme, die wir fördern gemeinsam mit den entsprechenden Partnern dafür zu sorgen dass es vor allen Dingen eben auch nachhaltig ist.
00:33:51: Also in dem Sinne Klimaschutz, Biodiversität und so das wird wirklich nachhaltiger eine Situation entsteht, die halt auch stabil ist, die den Menschenstabilität verleiht aber natürlich auch wirtschaftlich eben auch im Sinne dieser Rohwahn resurgierter ist als als rein raus.
00:34:09: oder wenn man einfach nur zukauft, ja?
00:34:11: Nur auf dem Preis schaut.
00:34:12: Und ich glaube das ist sowieso das Wichtigste an dieser Stelle.
00:34:16: Die alte Maxime der BWL Gewinnmaximierung funktioniert halt nicht.
00:34:22: Das ist halt nicht zukunftsfähig und deswegen geht es einfach darum dass man immer auf alle Dimensionen schaut und sieht wie schaffen wir wirtschaftliche Sicherheit?
00:34:29: nur so können Menschen auch Unternehmen langfristig agieren aber gleichzeitig auch die Grundlagen dieses Wirtschaftlichen sichern und das heißt halt im Sinne des Klimaschutzes, im Sinne der Biodiversität.
00:34:42: Im Sinne eines nachhaltigen Agierens dort vorzugehen.
00:34:46: Und all das findet sich in der DNA von DM.
00:34:49: zum Schluss noch?
00:34:50: Was bewegt sie persönlich vor Erbe also was ihre Motivation ihr Motor dass Sie sich so sehr für Nachhaltigkeit einsetzen?
00:35:01: Ganz einfache Antwort ich habe ja auch eine Tochter.
00:35:06: Ich möchte nicht, dass die eines Tages sagt Mama was hast denn du gemacht?
00:35:11: Und ich bin privilegiert.
00:35:12: Ich habe es geschafft in einer Position wo ich Einfluss nehmen kann und mit dieser Möglichkeit entsteht auch eine Verantwortung.
00:35:22: Und ich denke ist es wichtig das gerade wir Akteure die die Inpositionen der Einflussenahme sind gelangt sind.
00:35:31: jetzt auch unsere Generationen haben ja auch vieles verbockt muss man sagen weil wir es einfach nicht wahrgenommen haben.
00:35:37: Ja, aber wenn wir doch jetzt in diesen Positionen sinnvoll so gestalten können dann geht es auch darum das wir's tun und nicht nur darüber lamentieren was uns zurückhält.
00:35:46: Und das motiviert mich jeden Tag.
00:35:49: Nerva!
00:35:50: Kerstin Erbe ist Geschäftsführerin bei DM für das Ressort Produktmanagement.
00:35:54: dass die DM Marken entwickelt ist für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich und ich habe mit ihr gesprochen über die Herausforderungen die eine ökologische Transformation und natürlich auch vor allem die Kommunikation eines großen Unternehmens rund um Nachhaltigkeit mit sich bringen.
00:36:08: Frau Erbich, danke Ihnen sehr für das Gespräch!
00:36:10: Vielen Dank, dass ich eingeladen war.
00:36:12: Sehr gerne.
00:36:14: Danke auch.
00:36:15: Mein Name ist Anja Backhaus und ich freue mich wenn Sie uns liken.
00:36:18: oder noch mehr freue ich mich wenn sie unseren Podcast abonnieren.
00:36:22: dann verpassen Sie auch keine Ausgabe.
00:36:23: Das war eine Folge Grad Global auf Wiedersehen.
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