Jan Hegenberg: Wie entlarvt man Klimamythen?
Shownotes
Jan Hegenberg, bekannt als „Der Graslutscher“, ist Klimaaktivist, Autor und Blogger. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt er, warum sich Klimamythen so hartnäckig halten, welche Rolle Fakten und Humor in der öffentlichen Debatte spielen und weshalb gute Klimakommunikation weit mehr ist als das Vermitteln wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sein Ansatz: Menschen erreicht man nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit verständlichen Erklärungen, Dialog und einer konstruktiven Debatte.
Seit vielen Jahren setzt sich Hegenberg mit weit verbreiteten Fehlinformationen rund um den Klimawandel auseinander und zeigt, wie Desinformation entsteht und entkräftet werden kann. Er spricht darüber, warum individuelles Handeln und politische Rahmenbedingungen zusammengehören, weshalb wir vorhandene Technologien konsequent nutzen sollten und wie jede und jeder Einzelne zu gesellschaftlichem Wandel beitragen kann. Dabei wird deutlich, dass Klimaschutz nicht an Perfektion scheitern muss, sondern davon lebt, gemeinsam Schritt für Schritt voranzukommen.
Die Folge zeigt, warum gute Klimakommunikation eine Schlüsselrolle für die Transformation spielt und wie Fakten, Zuversicht und konstruktiver Dialog helfen können, Menschen für den Klimaschutz zu gewinnen.
Transkript anzeigen
00:00:00: In Grad Global, dem Podcast der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima sprechen Menschen mit Ideen für eine gerechte und klimafreundliche Zukunft.
00:00:09: Denn Entwicklung und Klima müssen wir zusammen denken – und dort handeln, wo es am dringendsten ist!
00:00:22: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:23: mein Name ist Anja Bacaus und in Grad Global , dem Podcast des Stiftungs Allianzt für Entwicklung & Klimas spreche ich mit Menschen die Ideen und Vision haben.
00:00:34: Mein Gast heute ist Jan Hegenberg.
00:00:36: Er ist Autor, er ist Klimakommunikator und im Internet unter dem Namen der Graslutscher bekannt.
00:00:43: Das klingt schon irgendwie provokant vielleicht auch ironisch.
00:00:46: auf jeden Fall lässt er sich von keinem Klimagegner oder Klimaleugner beeindrucken.
00:00:51: Im Gegenteil, er reagiert mit Fakten und seit über zehn Jahren schon nimmt Jan Hegeberg Scheinargumente auseinander entschlüsselt komplexe Zusammenhänge Und was seine Beiträge besonders attraktiv macht, finde ich.
00:01:02: Er bleibt bei allem, was er macht und sagt sehr unterhaltsam.
00:01:05: Ich möchte von ihm wissen, welche Argumente ihm immer wieder begegnen wie wir über Klima sprechen können ohne Menschen zu verlieren und was es braucht für die gesellschaftliche Transformation.
00:01:15: Jan Hegenberg herzlich willkommen bei Gradlobal!
00:01:18: Dankeschön.
00:01:18: das ist eine sehr nette Amoleration gewesen.
00:01:21: Sehr schmeichelhaft
00:01:24: Ja, ich muss gestehen bei der Graslutscher.
00:01:27: Bei diesem Namen, das haben wahrscheinlich viele... Da musste ich mich was erst mal ein bisschen überwinden, dass sich sie jetzt als Grasludger ankündige.
00:01:35: Wie sind Sie darauf gekommen auf diesen Namen?
00:01:38: Das ist von Running Jack!
00:01:39: Ich habe diesen Block irgendwann gegründet, als es da eigentlich nur um Veganismus ging und hab zwar mit einem Namen gesucht Und damals war das ein verliebter Stimpfname für Menschen die kein Fleisch essen.
00:01:51: Ich dachte, es wird sicher mal noch rumdrehen und sich selber so nimmt.
00:01:54: Dann zeigt man gleich, dass man ein bisschen Ironie mitbringt und sich nicht ganz zu ernst nimmt.
00:01:59: Und ich mache jedes Jahr einmal bei meiner vollheurschaft eine Umfrage ob ich mich weiter so nennen soll oder vielleicht seriöser und meistens geht's knapp für Gras-Dutscher aus.
00:02:07: solange mach' ich so.
00:02:09: aber ich denke auch hier mal also jeder sieht wo ich bin denkst du okay vielleicht ist Zeit mal was anderes zu machen?
00:02:14: Ja, also wenn man dann doch in einem seriösen Umfeld sich bewegt und dann wird man als Gaslotscher angekündigt.
00:02:20: Ist das bestimmt auch manchmal sehr... Ich weiß nicht, irreführend.
00:02:24: oder haben Sie das Gefühl manchmal, dass hilft eher provokant zu sein?
00:02:27: Oder kann das auch mal dazu führen, dass vielleicht jemand die Tür vor ihnen zuschlägt?
00:02:33: Das hilft insofern, dass es natürlich ein bisschen bubble breaking ist.
00:02:36: Also Leute gucken da drauf und denken was ist das?
00:02:40: und bleiben vielleicht eher hängen.
00:02:41: Wir haben Hebenberg Klimafrozie, weil dann denken die gleich ja so ein Klimafozie.
00:02:45: Okay hab ich keinen Bock drauf.
00:02:47: und manchmal schau mal, ich wette es gibt auch Leute, die halt ein bisschen seriöser unterwegs sind.
00:02:52: sie da denken das ist halt ein peinlicher Quatsch-Accounts und sie können da rausgehen.
00:02:57: Sie sind ja oder waren IT Berater und BWL'a und sind jetzt eben einer der bekanntesten Klimakommunikatoren im deutschsprachigen Raum.
00:03:05: Wie kommt man als Betriebswirt dazu übers Klima zu reden?
00:03:09: Das ist eine gute Frage.
00:03:10: Man muss in meiner Exkommunikation finden, dass auch nicht gut oder so.
00:03:14: Ich weiß nicht wie beliebt bei denen dadurch geworden bin.
00:03:17: aber ja also IT ist jetzt auch nicht ganz so nah an BPL.
00:03:21: das war schon irgendwie sonst Schritt und ich habe ehrlich gesagt das gar nicht geplant.
00:03:28: Ich hab einfach keine Lust mehr gehabt mit blöde Argumente gegen Veganismus anzuhören.
00:03:33: Hab gesagt, ich schreib mal was dazu und dann gemerkt, dass Leute gerne lesen, was ich schreibe.
00:03:38: Und so bin ich dazu gehalten und jetzt habe ich mal ein Hobby zum Beruf machen können.
00:03:42: Das ist ja auch was Schönes.
00:03:43: Ja, ich kann mir vorstellen dass die Leute ihnen auch gerne folgen.
00:03:47: das hatte ich Anfangs auch schonmal gesagt weil alles auch so ein bisschen mit einer Portion Humor vermittelt wird.
00:03:53: Haben Sie das Gefühl das Humor manchmal auch ein bisschen besser funktioniert als als reine Faktenlage oder als immer so ganz trocken und seriös zu sein?
00:04:04: Ich glaube man kann es nie so ganz auf alle zwei allgemein hat.
00:04:07: Das heißt nicht viel.
00:04:09: Zehn, zwanzig Prozent der Menschen brauchen die volle Drönung in wirklich trockenen Fakten und Zahlen.
00:04:15: Und jede Porenze ist allen zuviel.
00:04:18: aber ich fürchte, die Mehrheit ist anders.
00:04:21: also würde in dem Sinne wäre gut wenn wir alle uns von reinen Zahlenfakten immer überzeugen lassen würden.
00:04:26: Aber bei vielen Leuten kommt man natürlich mit Humor viel weiter.
00:04:31: Ja
00:04:31: es auf jeden Fall immer ein gutes Mittel um Menschen zu erreichen Definitiv.
00:04:37: Das ist
00:04:37: schwierig, man kann das nicht bei jedes Thema mal einen Sitz machen oder so ist es immer vorsichtig in der Zeit.
00:04:43: Ja, das stimmt genau.
00:04:43: Es ist ein schmaler Grad, dass man sich nicht über Sachen lustig macht die doch sehr ernsthaft sind.
00:04:49: Das kann ich mir auch gut vorstellen.
00:04:50: was Ich merke auch beim Radio ist das natürlich das Thema Klima.
00:04:54: immer wahnsinnig emotional aufgeladen ist auch sehr polarisiert Obwohl is ja eine konkrete wissenschaftliche Faktenbasis gibt.
00:05:03: Was meinen Sie, woran das liegt?
00:05:04: Dass gerade in diesem Bereich die Emotionen so hoch kochen?
00:05:09: Also ich will jetzt mal höhere Geldesfragen wetten, dass es nur Damen zusammenhängt um das Problem zu lösen.
00:05:16: Menschen sich in irgendeiner Form ändern müssen und Menschen hassen es sich zu ändern egal wie sinnvoll das ist Und auch egal wenn man fragt Auch wenn man die vegane Gemüse in Deutschland fragt sagt wollt ihr alle Ab morgen in secondhand-Tramotten rumlaufen, dann sagt die Hälfte, ich habe keinen Bock drauf.
00:05:31: Weil da muss sich alles anders machen.
00:05:33: und beim Klimatheber hat es mit den Gegenseiten extrem gut instrumentalisiert und allen Leuten eingeredet, dass ein klimatrales Leben bedeutet das wir in Erdwürchernhausen und den ganzen Tag draußen sind.
00:05:45: Und deswegen sind glaube ich wieder entsprechend emotional.
00:05:51: dagegen
00:05:52: war es natürlich nicht stimmt, dass wir in Erdlöchern wohnen müssen und nur noch Insekten-Hentlamotten rumrennen.
00:05:58: Sie haben auch ein Buch geschrieben.
00:05:59: also sie haben einige Bücher geschrieben unter anderem eins das heißt Klima Bullshit Bingo.
00:06:03: und da geht's halt darum, dass ganz viele Argumente die dazu dienen sollen Klimaschutz zu relativieren Bullshit sind also Quatsch sind.
00:06:11: welcher Scheinargument?
00:06:12: Klassiker begegnet ihnen am häufigsten in den letzten Jahren?
00:06:16: Es ist wirklich Nachricht vor das Rohstoffthema, dass wir besser nicht eheut befahren sollen weil der Lithium drin ist und keine Wärmenpumpe benutzen.
00:06:26: Weil die auch Strom verbraucht und natürlich auch Rohstoffe und generell alles also...
00:06:31: Also da sind ja sogar wenn ich das richtig verstehe Hegenberg sind das dann auch sozusagen Klimaaktivisten die gegen eine Wärmepumpe sagen was sie nicht richtig klimaneutral ist oder?
00:06:43: Es gibt auch unter den Aktivisten die Leute, die sagen, wir müssen noch was machen, was komplett ohne Rohstoffe auskommt.
00:06:50: Oder es gibt diesen Superfilm oder nicht?
00:06:52: super, aber Beispiel, Panel of the Humans von Michael Moore.
00:06:56: Also diesem beliebten Filmemacher der Stuart Waldman gemacht hat und er hat einen ganzen Film darüber gemacht das Windkraft und Solarkraft alles ganz Schlimmes weil wir da natürlich auch Stahl benötigen Aluminium und dass irgendwie jetzt nicht mit einem Bruderbrot irgendwo hingebracht wird.
00:07:12: Ja, deswegen glaube ich aus einem Witzervielschluss.
00:07:13: Ah
00:07:14: okay!
00:07:15: Also was mir sehr, sehr oft begegnet ist das Argument dass wir hier in Deutschland ja nicht die großen Emittenten sein sondern dann die in China.
00:07:22: Die werden ja viel, viel schlimmer als wir.
00:07:24: Das
00:07:24: wäre Platz zwei gewesen.
00:07:26: Was sagen Sie denn dagegen?
00:07:29: Das kommt ein bisschen darauf an, wie die Person das formuliert.
00:07:32: Aber im Großen und Ganzen spielt da die Zeit eine große Rolle, denn vor zehn Jahren war es super schwer dagegen zu argumentieren.
00:07:40: Da musste man ganz viel Konjunktiv benutzen.
00:07:42: Und jetzt haben wir zum Jahr zwanzig und wir können sagen... Die Idee dass Deutschland da irgendwas alleine macht, die zerstellt an der Realität.
00:07:50: bitte einen Blick mal werfen nach China generell nach Asien wo es da dem Zuge des jahren Kriegs die Leute zu den Blöden versuchen, von ihren Fossilausschuss wegzukommen.
00:08:01: Auch in Ländern deutlich ärmer sind als Deutschland oder einmal in die USA blicken wo der US-Bundesstaat mit dem rekordverdächtigen meisten Wind und Solarkraftausbau Textas ist man halt klar sehen kann okay das hat wohl keine politische Nachhaltigkeit thematisch mehr sondern da geht es auch klar darum dass man eine Geld verdienen kann ist, dass das am besten wirkt.
00:08:24: Weil die meisten Deutschen glaube ich oft Angst haben bei irgendwas hinten dran zu sein und... Genau,
00:08:29: weil wir wirtschaftlich abgehängt werden, ne?
00:08:30: Ja!
00:08:30: Das ist ja immer das, weil wie die einzigen sind, die in Klimaschutz investieren und deswegen werden wir jetzt wirtschaftliche abgehängt.
00:08:37: auch das ist allerdings ein Argument was sehr stark verbreitet ist Auch unter Unternehmerinnen und Unternehmern Dass sie sagen Wir werden hier Ich sag mal ausgebremst.
00:08:47: Würden Sie dem auch etwas entgegensetzen?
00:08:51: Ganz oft so eine Melange aus verschiedenen Behauptungen, die nicht nur ganz zusammen passen.
00:08:57: Was oft gesagt wird ist unsere Energiepreise sind zu hoch und das ist ganz schlecht für den Standort.
00:09:01: Okay, hohe Energiepreisen sind jetzt selten ein Garant dafür.
00:09:05: Toll Wirtschaftsbackstum hinzubekommen, das stimmt natürlich aber da sitzt zum allergrößten Teil natürlich immer noch aus dem Ukraine Krieg herrührend dass damals halt Gas sehr teuer geworden ist.
00:09:15: Und aufgrund unseres Stromarztes ist es halt so, wenn der Gas sehr wird unser Strom sehr teuer.
00:09:20: Auch wenn wir die ganzen Wind- und Solarkraft haben, das ist leider in diesem System so drin – und das wird da auch vergessen!
00:09:26: Also wäre das der Erdgas nicht zu teuer geworden?
00:09:29: Dann hätten wir auch nicht eine schlimme Energiefrise gehabt.
00:09:31: Und da wird es jetzt generell kein Gas mehr aus Russland bekommen, wird es auch nie wieder so billig werden wie es vor zehn Jahren mal gewesen ist.
00:09:39: Das stimmt natürlich.
00:09:40: Es gibt ein paar Geschäftsmodelle, die werden in Zukunft schwieriger sein aber wenn wir jetzt keinen erneuerbaren Ausgebau hätten dann werden die noch schwieriger geworden, denn da hätten wir jetzt noch mehr Erdgas gebraucht.
00:09:50: Dann wird der Preis noch halt mehr angeschrieben und Kommunikation ist natürlich sehr schwierig.
00:09:55: Man muss den Leuten präsent erklären das was wir gemacht haben sinnvoll war weil es ansonsten noch schlechter wäre.
00:10:01: aber die meisten Menschen sehen natürlich okay aktuell haben wir Probleme Industrie-Output geht runter und sowas und dann zu erklären dass es halt ansonsten noch schlechter gewesen wäre ist natürlich erzählerisch ein äußerst kompensierter Winkel.
00:10:13: Aber ist das wirklich so?
00:10:15: Ich denke immer, ist es wirklich so schwierig, das zu erklären und zu kommunizieren.
00:10:19: Also wie könnte das ... Weil Sie ja auch viel kommunizierend in der Kommunikation aus Ihrer Sicht anders laufen oder so laufen dass man die Menschen versteht.
00:10:27: ich meine wir sind hier nicht alle doof.
00:10:29: Ja das stimmt also man kann sich ja auch erklären.
00:10:31: Ich hab's jetzt versucht, ich glaub die meisten Menschen würden auch sagen okay da hat er einen Punkt.
00:10:36: Man kämpft natürlich meistens an gegen eine Armee von Leuten andere Interessen haben, die entweder selber mit fossilen Geld verdienen oder sie sich da Sorgen machen.
00:10:46: Die vielleicht auch... ich meine Deutschland hat natürlich noch eine große Anteil-Autoindustrie, die sehr viel mit Verbrennungsmotoren zu tun haben.
00:10:54: Leute, die nicht Getriebe herstellen oder Zymkärzen oder Auspuffe.
00:10:59: Sie sagen natürlich alle okay das ist blöd und oft ist es so dass man natürlich nicht die besseren Argumente habe.
00:11:06: Die enttriften das jetzt nicht aber die streuen halt Zweifel.
00:11:08: Und die großen Masse, wenn man die konfrontiert mit zwei Versionen und sagt hier wir wollen in Zukunft, die anderen sagen ja das macht da mal alles kaputt.
00:11:16: Dann zendieren viele Menschen dazu zu sagen okay ich weiß nicht so genau, es klingt beides irgendwie richtig dann mache ich erstmal gar nichts.
00:11:23: Das ist natürlich im Prinzip das Zwiebeln von Leuten die Wände aufhalten wollen dass erst einmal vom Gas gegangen wird bei einem Ausbau.
00:11:31: Ja, das ist nachvollziehbar.
00:11:33: dieses Ich mach dann erstmal gar nix.
00:11:35: das begegnet mir auch in verschiedenen Zusammenhängen.
00:11:39: Zum Beispiel mit der Argumentation oft, dass man sagt es bringt nichts, dass du da mit deinem YouTube-Beutel und deinem Fahrrad zum Einkaufen fährst, damit bewegst du gar nix, damit veränderst du nichts, damit hältst du keine Emission auf... Und dann denke ich ja, das stimmt natürlich kann ich nicht viel bewegen!
00:11:53: Dann kommt aber immer dieser Ansatz, das System muss sich wandeln also auf der ganz großen Ebene muss sich alles ändern.
00:12:01: Wer sollte ihrer Meinung nach handeln?
00:12:03: Wie stehen Sie
00:12:04: dazu?!
00:12:07: Ich dachte tatsächlich ganz billig immer, das muss beides gemacht werden.
00:12:10: Das klingt jetzt so aus wie wenn ich mich bei der Frage drücken würde aber ich habe das in meinen Vorschlägen meistens immer berühmt.
00:12:15: Ich zeige mir einen persönlichen CO²-Kursabdruck, der irgendwo zwischen vier und fünf Tonnen liegt.
00:12:20: Dann zeige ich mal dass der deutsche Durchschnitt liegt irgendwo bei zehn Tonnen oder neun bis zehn.
00:12:26: irgendwas hat hier höher.
00:12:27: Und dann sage ich mal es ist jetzt gut also habe ich damit das Klimaproblem gelöst?
00:12:34: immer noch jedes fünf Tonnen zu viel.
00:12:36: Es hat also eine gewisse Grenze, man kann selbst was machen aber man kommt dann halt nicht bis zum Ziel.
00:12:43: und für das Ziel müssen wir als Gesellschaft zusammen.
00:12:46: ich kann alleine keine Winstrap-Lage irgendwo hinbauen, das müssen wir zusammenmachen.
00:12:49: Aber dass jeder Einzelner von uns oder jeder einzelne schon mal loszieht und das macht was wir persönlich tun können Das hilft uns sehr sehr diesen Systemwandel schneller hinzubekommen weil wir sparen natürlich einfach eine Menge Zeit.
00:13:02: Klar, wir könnten natürlich jetzt auch alle da sitzen und sagen, wir fahren alle in drei riesigen Autos rum.
00:13:07: Und sparen nie Energie oder sowas.
00:13:09: Dann wird die Energiewende trotzdem irgendwann stattfinden.
00:13:12: aber dann kann es sein dass wir nochmal ein oder zwei Zehntel Grad obendrauf gepackt haben.
00:13:17: Das wäre nicht so schön.
00:13:19: Klar also wenn ich alleine mit meinem YouTube-Beutel irgendwo hingehe das bringt vielleicht nicht so viel.
00:13:23: Aber wenn achtzig Millionen Deutsche das machen und nicht alle jedes Mal eine Tüte raushauen, dann bricht das halt schon sehr vieles.
00:13:29: unterschätzen wie du Leute sind wahnsinnig viele Menschen all diese vielen, vielen Menschen eine kleine Sache anders machen.
00:13:35: Hat das eine große Auswirkung?
00:13:37: Ja auch ein Signal dann an die Politik, die ja dann wiederum Rahmenbedingungen auch setzen kann, dass bestimmte Sachen in Bewegung kommen.
00:13:44: und das kommt ja auch, kann ja auch von den Bürgern kommen.
00:13:47: Und es ist natürlich auch für einen selbst, man spürt Selbstwöchsamkeit.
00:13:51: Wenn man da sitzt und sieht was alles schlecht läuft, denkt oh Gott, oh Gott!
00:13:54: Was mache ich
00:13:54: jetzt?!
00:13:55: Ich kann's ja gar nicht ändern Stimmt.
00:13:57: Aber wenn man erst mal angefangen hat, keine Ahnung, seinen Balkon mit heimischen Pflanzenfall zu packen und dann hängen da halt noch irgendwelche Wildbienen rum und man hat wieder Schmetterlinge am Balkon sieht man halt dass man selber durchaus was ändern kann und dann kommt ja vielleicht ein zweiter und dritter Schritt etwas was noch mehr Impact hat als ein paar Wildblumen auf dem Balkon.
00:14:14: Ich habe diese Wildblume und die Wien sind so laut das ich nicht mehr auf den Balkon arbeiten kann weil sie wahnsinnige Geräuschkulisse haben.
00:14:20: Hey!
00:14:22: Dann müssen wir aber eine andere Lösung verfügen.
00:14:24: der Nähbalkone?
00:14:28: Nein, ich freue mich auch immer sehr über das Gesumme da.
00:14:31: Es gibt noch ein Argument, dass ich kenne warum Leute nicht ins Handeln kommen und das regelt die Technologie.
00:14:37: also wir werden so technologischen Fortschritt haben, dass wir das sowieso alle gar nicht mehr machen müssen?
00:14:43: Ja der werde ich mal ganz traurig wenn ich das höre weil eigentlich bin ich einer von den Vertretern die sagen Leute!
00:14:49: Wir haben eine ganze Menge Technologie, wir müssten eben nicht in Erdwöchern hausen weil wir heute neue Technologie haben.
00:14:54: Und dann nehmen Leute das und machen daraus diese, vielleicht ist Perversion ein etwas großes Wort.
00:15:02: Aber es ist natürlich wirklich absurd dass die dann sagen ja ganz viel neue Technologie aber wir wollen nicht nie nehmen wie uns jetzt zur Verfügung stehen sondern wir schließen eine Twetter auf die Zukunft ab, dass etwas noch besser auskommt der Fusionsreaktor fürs Fahrrad oder sowas nicht so wirklich anständig, das so zu machen.
00:15:25: Denn so hat die Gesellschaft noch nie funktioniert!
00:15:27: Wir haben immer... wenn eine Verbesserung da war und uns verfügbar, haben wir die erst mal benutzt.
00:15:31: Es ist ja nicht so, dass wir gesagt hätten, keine Ahnung als es auf einmal Wassertoletten gab.
00:15:36: Dass man lieber alle bei Plums closed bleiben.
00:15:38: vielleicht erfindet sich jemand noch was besseres als eine Wassertollette?
00:15:41: Nein, wir haben erstmal flächendeckend Wassertöletten eingebaut und vielleicht kommt irgendwann jemand, weil ich nicht will etwas noch bessere.
00:15:47: Ich bin froh, dass wir den Schritt zur Wassertolette schon mal gegangen sind.
00:15:50: Ohne zu gucken ob vielleicht Technologie offen hat noch besser um die Ecke kommt.
00:15:54: Ja weil sonst würden wir jetzt immer noch alle auf unseren Plums groß hängen.
00:15:57: Wahrscheinlich Ein ganz wichtiger Punkt Den den SIA bedienen ist eben Kommunikation.
00:16:06: also das ist auch was Das hatten wir ja auch schon im Podcast.
00:16:09: Es ist nicht nur wichtig, dass man was tut.
00:16:12: Sondern sprich darüber!
00:16:13: Weil man damit natürlich auch andere... Ich weiß nicht, nicht überzeugen das ist immer so schwierig sondern auch inspirieren kann oder auch Menschen erklärt Das ist gar nicht so schwierig wenn man mit dem Fahrrad fährt und nicht das Auto benutzt Oder zeigt, guck mal hier ich habe fünf Kilo abgenommen weil jetzt irgendwie nur noch Fahrradfahrer.
00:16:30: Also dass man auch versucht das immer wieder zu vermitteln.
00:16:32: Das ist ja von ihnen ein ganz großes Thema.
00:16:36: Allerdings machen sie das ja vielen sozialen Netzwerken.
00:16:38: Und was da immer schwierig ist, dass in so einer kurzen Form zuzuspitzen ohne es so sehr zu vereinfachen, dass es schon fast... Dass es nicht mehr ganz wahr ist oder nicht mehr so ganz belegbar?
00:16:50: Wie gehen Sie damit um?
00:16:52: Ja ich weiß jetzt nicht wie ich darauf antworte, ohne ein Werbeblock für mal eigene Buch anzubauen.
00:16:56: aber genau das habe ich natürlich mal zweites Wort geschrieben weil am Ende jeden Kapitel ein kleiner QR Code kommt mit dem Verweis von man dann halt auf einen Bereich kommt und also eben diese zwei Bereiche Absätze ausprobieren kann.
00:17:07: Aber
00:17:07: das Buch lesen natürlich nicht die vielen tausend Follower, die jetzt ihnen bei Instagram oder auf ihrem Blog folgen?
00:17:12: Das
00:17:13: stimmt!
00:17:13: Also wenn ich jetzt da sitze und also ich mache es manchmal tatsächlich selber, wenn ich dann sowas lese wo ich weiß okay bevor ich da jetzt irgendwie einen Schnitt machen muss sich der Person die halbe Welt erklären, dann gucke ich tatsächlich mal ein eigenes Buch rein und kopiere mir diese zwei drei Absätze einfach raus Züge sehe ich in die Kommentarspalter ein, einfach um so einen Fuß hierfür zu bekommen.
00:17:31: Ich mache es nicht so gerne weil ich eigentlich lieber auf jeden Kommentar einen Unikat neuen Kommentar antworte.
00:17:38: aber wenn ich keine Zeit habe und ich mich ärgere dass da eine Aussage steht die einfach nicht stimmt und ich will nicht dass sie un widersprochen ist dann verdiene ich mich bei meinen eigenen Schristen von früher.
00:17:49: und kurz geht halt einfach was rein.
00:17:51: Aber
00:17:54: was ich daraus höre ist, dass sie antworten.
00:17:56: Also das ist jetzt etwas, was ich mitnehme und was sehr wichtig ist.
00:17:59: Das heißt Sie lassen die Kommentare nicht stehen weil da kommen ja dann natürlich wahrscheinlich einige sondern sie reagieren darauf.
00:18:06: also sie treten in den Austausch mit den Menschen.
00:18:09: Ja auf jeden Fall immer.
00:18:11: Kommt auch an wenn ich jetzt das Gefühl habe, ich rede mit einem Boss oder wirklich jemand der weiß nicht von... Ich weiß nicht, welchen Ländern finanziert es um in Deutschland viel Energiewende schlecht zu reden.
00:18:21: Dann gehe ich da meistens raus... Es kommt immer auf Setting an!
00:18:26: Wenn man das irgendwie mit einem gewissen Publikum tut, dann lohnt sich das eigentlich immer.
00:18:30: Also ich krieg manchmal so Zuschriften von Leuten und ich habe gesehen, dass eine Stunde lang mit diesem Herbert Dinkster gesprochen ist, den überzeugst du noch nie, willst du dich deine Zeit besser benutzen?
00:18:39: Und dann ist meine Antwort immer klar.
00:18:42: Ich weiß, dass manche Herbert's nie zu überzeugen sind.
00:18:45: Aber wenn da ganz viele Leute mitlesen diese Diskussion dann nehmen sie ja für sich was mit.
00:18:50: und wenn die dann sehen ich argumentiere mit Fakten und Daten und Quellen und Herbert schreit nur zurück das hat eine größere Wirkung als alles was ich mir versprechen kann denn dann sieht man ja.
00:19:01: also ist es bei mir so wenn ich von dem Thema keine Ahnung habe und eine Person ist ruhig und sachlich und die andere ist am rumklären.
00:19:08: Das ist mein Gefühl meistens, okay die Person hier rumklärt hat glaube ich keine guten Argumente.
00:19:13: Meistens nicht ne also sie demontiert sich damit fast schon selbst die Personen die da rumschreiten oder was?
00:19:20: Aber das ist auch ein ganz gutes Prinzip dass man dann die anderen die jetzt noch Zuschauen mitnimmt.
00:19:26: Was würden Sie den jungen Kommunikatorinnen und Kommunikatoren raten die vielleicht jetzt auch sagen sie würden sich gerne ernsthaft mit Klimatänen beschäftigen und mehr darüber schreiben sprechen was auch immer?
00:19:37: Ja Also nur zu.
00:19:39: Es gibt noch ganz viele Sachen, die nicht gesagt sind und es gibt auch ganz viele Mythen, die sehr langsam widerlegen.
00:19:47: Ich kenne das viel, aber ich komme in Gespräche mit vielen, die glauben, dass sei sinnlos weil diese übermachten Desinformationen uns gegenübersteht.
00:19:55: Und da kann ich sagen, der Städtetropfen höhlt den Stein.
00:20:00: Das klingt jetzt mega abgetriffen, aber es ist so.
00:20:05: Takes, die vor zehn Jahren in der Mainstreampresse sehr präsent waren.
00:20:11: In seriösen Zeitungen ... Die FAZ hatte einen ganzen Artikel darüber, dass Vegetarier den Regenwald kaputtmachen, weil wir so viel Soja essen.
00:20:17: und da bin ich wahnsinnig aufgeregt natürlich, denn das meiste Soja aus dem Regenwalt wird an Tieren verfüttert.
00:20:24: Und dasselbe kam es vor ein, zwei Jahren noch mal auf.
00:20:27: Wir haben manchmal auch so Zyklinge, wenn wir hier funktionieren.
00:20:30: Ich musste überhaupt nicht mehr groß was dazu schreiben.
00:20:31: bei im Kommentarbereich ganz viele Leute genau was gesagt haben dass das kein gutes Argument ist, weil da so ja eben in Futtertrögen landet.
00:20:39: Und da hast du die Gesellschaft sich offensichtlich ein Stück weit weitergebildet und das geht natürlich auch bei anderen Themen.
00:20:45: Welche Verantwortung kommt in Ihrer Meinung nach dann auch diesen klassischen Medien zu?
00:20:48: Wenn es um Kommunikation von Nachhaltigkeit geht?
00:20:51: Ja, tatsächlich unglaublich hohe... Ich will jetzt aber nicht mal sagen, die bösen Medien sind ja auch im Umfeld medien.
00:21:00: gestalten wir alles zusammen.
00:21:02: Also wenn sie was schreiben, was gut ist und niemand von uns liest es.
00:21:05: Dann haben die ganzen Redakteure nichts davon, dass sie etwas Gutes geschrieben haben.
00:21:09: Die müssen sich auch immer ein bisschen daran orientieren, was zu konsumiert wird.
00:21:13: Und wenn die Menschen immer kürzere, weiß ich nicht, plattere Text lesen wollen und sagen, das ist jetzt zwei Seiten lang, das möchte ich nicht.
00:21:25: Dann kann ich den Medien neues Heischwold geben?
00:21:27: Da müssten wir uns auch ein bisschen selber am Riemen reißen.
00:21:30: Ich weiß, es ist total verlockend einfach zehn Minuten vor Instagram zu sitzen und sich zwanzig Sekunden Clips anzugucken.
00:21:36: Aber wir dürfen nicht verlernen das manche Gedanken doch ein bisschen zu komplexen um sie in zwanzzig Sekunden zu packen und müssen auch mal den Long Read lesen um was zu verstehen.
00:21:48: Ja ich habe nur das Gefühl dass das Thema schon so ein bisschen von der Agenda rutscht.
00:21:51: natürlich von der politischen Agenda Das kriegen wir ja auch mit Und dann wiederum mit der Dynamik natürlich auch von der medialen Agenda.
00:21:59: Also ich würde mir auch wünschen, dass es zumindest ein paar feste Slots gibt wo man sagt okay Klima verschwindet jetzt nicht.
00:22:04: Das wird ein Thema für die nächsten zwanzig Jahre sein und vielleicht kann mein Umgang damit finden was man sagt Okay, anderthin der Woche gibt's da irgendwo ein paar Statements.
00:22:11: Und vor allen Dingen Ich glaube viele Menschen schaffen es nicht sich so viel schlechte Nachrichten aber mal anzugucken.
00:22:18: Ich kann das
00:22:19: noch
00:22:21: fertig machen.
00:22:22: Dann kommen dann Kriegeln mit dazu, dann kommt dann noch Verrückte im weißen Haus mit dazu Und ich kann jeden verstehen, der sagt, ich kann da nicht jeden Tag das alles antun.
00:22:32: Also sollten Medien Schaffende jetzt mitzugucken?
00:22:36: Es gibt ja auch bei Klima eine ganze Menge gute Nachrichten, die man bringen kann.
00:22:40: Man kann ja sagen also einerseits haben wir diese Probleme schlecht schlecht schlecht aber guck mal erstaunlicherweise sind in Indonesien so zu viel Prozent eh ausser schon zugelassen worden oder Also da ist ja gerade eine riesige Dynamik drin und ich würde dazu zentieren, das vielleicht ein bisschen zu mischen.
00:22:58: Damit die Leute auch am Ball bleiben und merken, dass passiert hier
00:23:01: auch was.
00:23:02: Im positiven Sinn?
00:23:03: Ja, genau.
00:23:05: So
00:23:05: klassischer konstruktiver Journalismus der könnte noch ausgebaut werden.
00:23:15: Haben Sie eigentlich erlebt, dass Ihre Beiträge in politischen oder medialen Debatten irgendwie aufgegriffen wurden oder mussten sie da auch sich mal?
00:23:22: teilweise
00:23:27: Ist immer eine Frage, wie aktuell man ist.
00:23:29: Wenn man zeigt einen richtigen Artikel schreibt, dann kommt man automatisch irgendwo in irgendwelche viralen Gefühle, die man ja einmal kommen möchte.
00:23:38: aber manchmal ist es auch der Zufall.
00:23:41: Aber gerade kann man alles was zur Energiewende ist.
00:23:47: wenn's um Atomkraft geht dann merkt man ja schon oft, dass man irgendwo kananomazitiert wurde oder auch ein bisschen ärgerabtrich.
00:23:55: Weil Leute sagen das stimmt nicht was der Typ überhaupt sitzt und dann entsprechend selber zur Zielscheibe wird.
00:24:01: aber das ist okay so.
00:24:03: wir müssen ja irgendwie das auch ausdiskutieren können.
00:24:07: Jetzt ist es so bei der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima sind ja viele Mitglieder auch Unternehmen die auch etwas machen wollen also die ein großes Interesse daran haben an Klimaschutz, an Nachhaltigkeit.
00:24:18: und welche Rolle spielt ihr Ihrer Meinung nach erst mal dieses Engagement, Emissionen zu vermeiden, zu reduzieren und vor allem auch darüber zu sprechen?
00:24:28: Ich glaube das kann man nicht so niedrisch bewerten.
00:24:32: Nee jetzt nicht zu hoch, nicht zu Hochbewährten!
00:24:34: Weil... Das klingt immer so profan, wir ja besprechen darüber, dann sagen die Statistika immer Ja und weil sie jetzt darüber gesprochen hat Das ist ja dieses klassische do good things and talk about it.
00:24:50: Ich habe schon so oft mit den Leuten gesprochen, die gesagt haben, dass sie ein Thema überhaupt nicht auf dem Schirm hatten und dann irgendwo gemerkt haben das Leute wie sie für klug-weitsichtig und einflussfrei halten, dass selber auch die Agenda gepackt haben und dann zum ersten Mal sich doch mal Gedanken gemacht haben.
00:25:05: Und deswegen gab es bei dem Punkt nicht zu viel Kommunikation.
00:25:11: Das beide zehn Jahren mal aber aktuell gerade wenn Unternehmen, die einflussreich sind und ja auch als was Positives wahrgenommen werden da einen Statement zu machen.
00:25:21: Ich glaube das erreicht auch manchmal eine Kreise, die man mit klassischen Klima-Aktivismus der immer als politisch links wahrgenommen wird von so Weltverbesserern.
00:25:32: Ja, die erreicht man dann vielleicht gar nicht.
00:25:33: aber wenn ein Unternehmen sagt hier wir machen es jetzt, dann eröffnet sich glaube ich ganz neue Ziegler.
00:25:39: Das steht natürlich schnell der Vorwurf des Greenwashings im Raum.
00:25:42: Also das ist immer nicht ganz einfach,
00:25:43: d.h.,
00:25:44: so
00:25:44: wie man gute Absichten hat also.
00:25:50: Es gibt ja auch Greenwasching klar und ich habe selber schon ein Artikel darüber geschrieben wenn Unternehmen ganz offensichtlich welches gemacht haben.
00:25:56: Ich hab aber oft schon erlebt dass Unternehmen ganz gezielt sinnvolle Ansätze hatten und man ihnen dann vorgeworfen hat dass sie halt nicht perfekt sind.
00:26:05: Da ist dann irgendeine Recycling-Aktion, da wird es halt ja aber in der Friale sowieso wird aber gar nicht recycelt.
00:26:12: Dann denke ich okay also mit dem Unternehmen sagen wir fangen jetzt mal hier an und das ist noch nicht die perfekte Lösung und wir sind dann nicht jetzt noch nicht irgendwie am Ziel angekommen, weil wir fang hier halt an... Da ist das kein Greeny Washing, da ist das ein Beginn, der hoffentlich zu etwas größer genommen wird.
00:26:28: Aber das finde ich ist meine Seite, die Leute, die da immer, wer unsere Aktivisten sind Der wird dann ja oft das Wort Drehwashing benutzt, wo ich sagen würde.
00:26:39: Ich weiß nicht ob man da schon Drehmaschinen zu sagen kann.
00:26:42: Da sind wir wieder fast bei dem was Sie am Anfang sagten dass Menschen auch gerne so relativieren.
00:26:46: So dieses Jahr.
00:26:47: Aber oder so.
00:26:50: Das machen die das in drei, vier Jahre, aber in einer nicht und die wird dann irgendwie fokussiert oder halt immer dieses Jahr-Aber?
00:26:59: Es gibt bischen auch welche, die sagen pass mal auf.
00:27:01: Wir wollen jetzt hier den Umweltpreis abräumen und dafür gibt es jetzt in Fiala war eine Eickel stellen wir irgendwo keine Ahnung einen gelben Sack auf dem Stuhl und dann gucken wir das die Leute da wie Konservantosen schmeißen und das hat nur ein Impact.
00:27:15: Ich kenne aber auch Gegenbeispiele.
00:27:17: ich kenne auch Filme die Absolut sehr stark davon rausgehen dass sie erst einmal oder der Nachricht als Manager hat sehr gut geschaut Spielert.
00:27:25: Aber das glaube ich nicht.
00:27:27: Und ja, klar.
00:27:29: Also das ist auch so ein Problem bei der ganzen Bewegung oder auch bei diesem gesellschaftlichen Umgang damit.
00:27:35: viele Leute sagen okay dass was wir da gerade machen und das geht vielleicht in die richtige Richtung aber das ist noch nicht perfekt.
00:27:41: Das stimmt!
00:27:42: Aber perfekt ist da generell ganz selten.
00:27:44: was also wenn wir über Energienzien reden.
00:27:46: Kein Energieste in der Welt ist irgendwie perfekt.
00:27:49: Es sind immer auch Kompromisse und dann muss man Technologie miteinander kombinieren.
00:27:54: Aber die besten Dinge, die wir Menschen hervorgebracht haben sind alle unperfekt.
00:27:58: Ja!
00:27:59: Der Mensch ist ja auch unweilig.
00:28:01: Der Mensch auch?
00:28:01: Also... Perfektion, wo gibt es schon Perfektiung und vielleicht geht's auch an Solo-Butting Floyd.
00:28:06: aber ansonsten muss man lange suchen glaube ich.
00:28:09: Absolut.
00:28:10: Jetzt ist ja noch so die Klimadebatte hier bei uns also im deutschsprachigen Raum.
00:28:14: Die dreht sich ja immer über um Energiewende, um E-Autos, um Heizungen.
00:28:19: Wie verzerrt ist das Bild, wenn man bedenkt, dass der globale Süden natürlich die Folgen des Klimawandels schon heute am härtesten spürt?
00:28:26: Ja.
00:28:26: Das führe ich sich immer noch sehr wenig Menschen bewusst, dass wir eigentlich so ein bisschen an der Stellschraube zu reden oder aktuell leider zu langsam drehen, die die größten Auswirkungen auf die Menschen hat, die am wenigsten Einfluss aktuell darauf haben, weil sie an die Stellschnaube gar nicht rankommen.
00:28:44: also können wir mal gucken wie viel Energie ganz afträgter verbraucht.
00:28:47: Der ganze Kontinent verbraucht ungefähr so viel Energie, das ist doch nicht so viel wie Deutschland.
00:28:51: Das ist dann natürlich ein Prozent von Milliarden Menschenleben und bei uns sind es nur Achtzig Millionen.
00:28:55: Das heißt wir haben da auch eine Riesenverantwortung.
00:28:59: Laut den neuesten Prognosen wird Europa auch stärker erwärmt werden als der Durchschnitt der Welt.
00:29:05: aber wir haben natürlich das Geld uns darauf besser vorzubereiten als jemand, der in die Nähe erlbt.
00:29:13: Das heisst eigentlich haben wir da zwei gründe, warum wir da eigentlich schnell was machen sollten.
00:29:18: Selbst wenn Leute vielleicht sagen ohne sonderlich viel Empathie geboren wurden.
00:29:26: selbst da kann man sagen, Leute sagen sie machen sich Sorgen dass zu viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen müssten eigentlich die größten Klimaschützer des Landes sein.
00:29:34: denn in dem Moment in denen große Landstriche der Welt nicht mehr bewohnbar sind oder zumindest nicht so das man da auch genug Nahrung anbauen könnte Dann wird es massive Fluchtbewegungen geben, die meistens genau die Menschen am ehesten ablehnen.
00:29:47: Die aktuell auch immer Maßnahmen nicht so toll finden.
00:29:53: Und heißt vor allen Dingen auch natürlich in der Konsequenz dass man auf Vorort mit Projekten helfen könnte und sollte und den Menschen da jetzt schon auch ein besseres Leben oder besser.
00:30:02: ja unter den Bedingungen ist das teilweise kann man gar nicht besseres leben mehr sagen.
00:30:08: Also, man kann ja immer so abgrenzen.
00:30:10: Ich bin ein großer Freund von Factfulness, Hans Rosling, der so ein bisschen gezeigt hat, dass wir aus westlicher Sicht sind für uns in vielen Regionen von Subzahara, Afrika alle Menschen irgendwie ahnen.
00:30:20: aber auch da ist es einen großen Unterschied ob jemand's ins Fahrrad hat oder nicht oder fließend Wasser oder nicht und was da lohnt sich natürlich schon.
00:30:28: Aber das wird sich... also höre ich auch auf Sitzlage A Das lohnt sich ja gar nicht, viel Welt reinzubringen.
00:30:36: Wo ich mal denke naja also ein Euro den man jetzt in die Nähe im Klimaschutz investiert bringt natürlich mehr als ein Euro, den man in Deutschland investiert weil da viel mehr wert ist an der Stelle.
00:30:45: aber das ist dann meistens auch nicht gewollt.
00:30:48: wenn man hier länger darüber spricht es zu mehr Widersprüche entdeckt man
00:30:52: Ja was ist gut die auch aufzudecken und auch mal wieder um zu fokussieren und zu sagen hier Da gibt's diese Widersprüche Was macht Ihnen denn im Moment überhaupt noch Hoffnung?
00:31:02: Also als Kommunikator noch als Mensch?
00:31:08: Ja, das ist ja immer so ein... Also Klima ist eigentlich immer eine Abwechslung zwischen ganz furchtbaren Nachrichten.
00:31:15: Weil wenn wir die Investition heute auch null bekommen würden, also die ICI-Zweimoleküde, die wir jetzt in den letzten noch hundert, zwanzig Jahren ausgestoßen haben, bleiben wir erst mal uns erhalten für den nächsten Jahrhunderte.
00:31:28: Das heißt es hat immer sowas ganz Drollendes verzweifeltes weil man weiß, okay, da wird es einer Schraube gedreht, die man nicht wieder zurückschrauben kann.
00:31:37: Also zumindest nicht sonderlich einfach und gleichzeitig sieht man aber auch das gewisse Prognosen eintreten also bei denen vor fünf Jahren niemand zu träumen gewagt hätte dass wir da so schnell landen.
00:31:50: Das ist im Jahr zum ersten Mal seit ich glaube dreißig Jahren sowohl China als auch Indien ihre Energienission gesengt haben.
00:31:59: Und also, wenn man das vor zwei tausend als ich hätte wenigstens ein Wettbüro gegangen wäre.
00:32:04: In Dauph gebetset hätte jetzt schon eine Superkurse bekommen.
00:32:08: Da war das ein weiteres Verhandlung und wir haben diese beiden großen Länder mit den größten Bevölkerung des ganzen Planeten haben nicht sonderlich stark aber sie haben ihre Emissionen gesenkt während ihrer Wirtschaft gewachsen ist.
00:32:20: Das ist natürlich ein Trend der gerne so weit ergehen kann.
00:32:25: Ja und das macht Hoffnung.
00:32:27: Jetzt frage ich zum Schluss immer noch Erhegenberg Was sie denn eigentlich persönlich motiviert, sich so einzusetzen?
00:32:33: Und bei Ihnen ist das nochmal eine ganz besondere Frage.
00:32:35: Weil Sie viel Zeit und kraften Energie investieren in Klimakommunikation!
00:32:42: Ja also die große Motivation hat funktioniert.
00:32:46: Man sieht ja was es für eine Wirkung hat.
00:32:48: Klar wenn man jetzt irgendwie auf Facebook geht in Diskussion, dann denkt man manchmal ob wir die zwei Stunden mehr auch schenken können.
00:32:55: Aber gerade wenn man ein Bücher schreibt, die ein paar Leute gelesen haben bekommt man ständig Zuschriften von Leuten, die die anderen auch ganz offen sagen.
00:33:03: Dass sie das ganz anders gesehen haben und jetzt beginnen keine Ahnung viele Sachen umzustellen.
00:33:10: oder man lebt dann auch unfassbare Klärtwänden von Leuten die eingestiegen sind in Diskussionen dass sie mich einen grünen Schwachkopf genannt haben Ganz lange, also bei einem ist das wirklich der Fall.
00:33:25: Der hat es.
00:33:25: vor vier Jahren hing unsere Bekanntschaft an und jetzt schippt er mir manchmal Fotos von seiner App wie er im Haus immer organisiert, dass die Solaranlage zu bestimmten Zeiten erst das E-Auto lädt und dann danach die Batterie und weiß gar nicht genau.
00:33:41: aber manche Leute muss man glaube ich einmal da abholen wo sie gerade sind und dann erlebt man erstaunliche... der erstaundlichen Wandel der dann doch möglich ist
00:33:52: Und das motiviert, das kann ich mir vorstellen.
00:33:53: Das ist wunderbar!
00:33:55: Ja, da steht man gerne auf und macht weiter.
00:33:58: Jan Hegenberg spricht über den Klimawandel fast jeden Tag als der Graslutscher in den sozialen Netzwerken und er belegt wie sich unsere Umwelt verändert welchen Beitrag wir Menschen dazu leisten welche Schlussfolgerungen wir daraus für unser Handeln ziehen sollten.
00:34:11: und all das vermittelt Er mit ganz viel Humor und deswegen folgen ihm auch viele viele tausend Menschen im Netz.
00:34:17: Ich danke Ihnen sehr viel das Gespräch und freue mich auf weitere Beiträge.
00:34:25: Das war wieder eine Folge Grad Global der Podcast für Entwicklung und Klima, der Stiftung Allianz für Entwicklung & Klima.
00:34:31: Und ich freue mich wenn Sie uns einen Like geben und Sie können uns natürlich auch gerne abonnieren weil dann verfassen sie gar keine Ausgabe mehr.
00:34:36: Mein Name ist Anja Backhaus.
00:34:37: auf Wiederhören!
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